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Haarlos durch den Sommer

Im Sommer zeigt Frau mehr Haut und das möglichst ohne Haare. Lesen Sie unsere Anleitung für lang anhaltende glatte Haut

Der Sommer ist eine unglaublich schöne Jahreszeit – Sonne, Wärme, viele frischverliebte Pärchen, Grillen mit Freunden, laue Nächte und Badespaß… Der Körper und die Psyche blüht in dieser Jahreszeit regelrecht auf. Doch wie jede Medaille, hat auch diese zwei Seiten. Und zur dunklen zählt definitiv das altbekannte Frauen-Problem: Wir alle wollen Beine wie ein Reh, aber so schlank, und nicht so behaart. Ich persönlich finde es immer extrem stressig, jeden Tag darauf achten zu müssen, dass die viel gezeigte Haut glatt wie ein Babypopo ist. Daher habe ich mich auf die Suche nach den effektivsten und beliebtesten Haarentfernungsmethoden gemacht und möchte diese nun vorstellen – und ich denke, es ist für jeden Geschmack und Hauttyp etwas dabei.

Die bekannteste und unaufwendigste Methode ist wohl der Nassrasierer. Eine Rasur dauert zwei Minuten und kann problemlos und schnell unter der Dusche mitgemacht werden. Der große Nachteil ist hier natürlich, dass das glatte Gefühl nur von sehr kurzer Dauer ist und dass besonders im Intimbereich oft juckende oder schmerzhafte Abschürfungen entstehen. Diesen kann mit einem Mehrfach-Rasierer mit Gel-Kissen Abhilfe geschafft werden. Es duftet außerdem angenehm und man spart sich den Rasierschaum.

Preislich liegt der Einwegrasierer bei ungefähr ein bis drei Euro pro Packung (bei Discountern sind oft fünf bis 10 Stück erhalten oder mehr Stück), der Mehrweg Rasierer ist da doch deutlich teurer, hat aber dementsprechend einige Vorteile zu bieten. Ich persönlich empfehle den Venus Gilette Embrace, im Set mit drei Ersatzklingen um 13 Euro.

Der Aufwand ist gering, die Methode ist – zumindest bei Mehrfachrasierer – meist schmerzfrei; dafür hält das Glatt-Gefühl aber auch nur ein bis maximal drei Tage.

Wie eine Pinzette funktioniert das Prinzip des Epilierers. Rotierende Scheiben schließen und öffnen sich blitzschnell und entfernen die Haare mit der Wurzel. Am besten legt man nach dem Duschen los, da dann die Poren geöffnet sind und die ganze Angelegenheit weniger schmerzhaft ist. Wobei ich aus eigener Erfahrung nur sagen kann, dann es für mich noch immer eine Qual ist ;-) An den Beinen nutze ich diese Methode ganz gerne, im Intimbereich und den Achseln treibt sie mir die Tränen ins Gesicht. Es bilden sich ein paar rote Punkte, die aber am nächsten Tag meist verschwunden und zudem nicht schmerzhaft sind. Ein guter Epilierer kostet 100 Euro aufwärts, dafür bleibt bei regelmäßiger Anwendung das glatte Gefühl für zwei bis drei Wochen.
Eine weitere beliebte Methode ist das im Einzelhandel erhältliche Kaltwachs, wobei ich davon in der Heimanwendung nicht wirklich überzeugt bin, und das Wachs daher erst bei den Studio-Methoden aufzählen möchte.
Freundinnen von mir schwören auf Enthaarungscremes, die man unter der Dusche aufträgt und dann nach einer kurzen Einwirkungszeit mit einem Spatel abzieht. Die Wirksamkeit dieser Cremes ist aber sehr von der persönlichen Verträglichkeit (von Ausschlägen über perfekte Ergebnisse habe ich schon alles gesehen) abhängig und daher möchte ich hier auch keine Produktempfehlung aussprechen. Das Glättegefühl bleibt ähnlich lang wie beim Rasierer ein bis drei Tage.

Heute möchte ich mich den Enthaarungsmethoden widmen, die meist vom Profi gemacht werden, zuwenden. Alle Methoden können mit entsprechendem Know-How und den passenden Utensilien aber auch zu Hause angewandt werden.

Die bekannteste ist wohl das Waxing, Haarentfernung durch Wachs. Warmwachs ist besonders geeignet, da durch die Wärme die Poren geöffnet werden und die Haare so besonders gründlich und unter überraschend wenig Schmerzen, entfernt werden. Nach dem Wachsen bleibt ein glattes Gefühl für mehrere Wochen. Ein Nachteil ist jedoch, dass die Haare einige Millimeter lang sein müssen, damit diese Methode anwendbar ist; das bedeutet, dass man vor jeder Behandlung ein paar Tage bis Wochen mit stoppeligen Beinen ausharren muss. Da die Haare aber bei dauerhafter Anwendung dünner und feiner werden, wird das ein immer geringeres Übel. Weiters ist das Waxing in einem Kosmetikstudio natürlich relativ aufwändig und kostenintensiv (ungefähr 20 Euro für Unterschenkel, bis zu 100 für totales Waxing) – zuhause dafür eine ziemliche Patzerei.

Eine orientalische Methode, die immer mehr Fans hierzulande gewinnt, ist das Sugaring. Hier werden die Haare mit einer Paste aus Zucker und Zitronensaft entfernt. Normalerweise wird diese Methode in Studios angewandt, aber mittlerweile kann man (schlechte bis gute) Sugaring Pasten im Internet bestellen. Wenn man auf die Rezensionen und Erfahrungsberichte achtet, und ein paar Tutorial Videos im Internet ansieht, ist eine Heimanwendung durchaus einen Versuch wert.

Wie beim Warmwachs, ist es vor allem anfangs aber sehr aufwändig und eine patzige Angelegenheit. Beim ersten Mal, ist es wohl ratsam, einen Profi aufzusuchen. Der große Vorteil im Vergleich zum Wachs, liegt an den geringen Schmerzen – die Paste wird entgegen der Haarwuchsrichtung aufgetragen, aber in Wuchsrichtung ruckartig abgezogen. Außerdem bleibt sie wirklich nur an den Haaren kleben, und nicht an der Haut, was die nachträglichen Irritationen deutlich verringert. Das Ergebnis ist eine babyglatte Haut, die viel weniger gereizt ist, als beim Waxing oder Epilieren. Die Kosten belaufen sich im Studio auf rund 55 Euro für die Beine, sind also mit denen für Haarentfernung durch Wachs vergleichbar. In manchen Salons wird sogar für beide Methoden dasselbe verrechnet. Das Glatt-Gefühl nach einer Anwendung bleibt ungefähr zwei bis drei Wochen… So gesehen ist diese Methode recht kostenaufwändig, außer man wendet sie zu Hause an.
Großer Beliebtheit erfreut sich auch das IPL Gerät (Intense Pulse Light) – kurz: die Laserbehandlung. Die Haare werden hier durch Lichtimpulse gestoppt und danach durch weitere Anwendungen am (Nach-)Wachsen gehindert. Wie die vorherigen Methoden, kann diese sowohl in ausgesuchten Studios, als auch in den eigenen vier Wänden angewandt werden. Aber auch die Heimanwendung wirkt anfangs nicht gerade günstig, da man bei der Anschaffung eines IPL-Gerätes nicht sparen soll – mit etwa 500 Euro muss man für einen guten Laser schon rechnen. Dafür hat man damit in etwas investiert, was lange Freude macht. IPL im Studio kostet übrigens um die 200 Euro für die Beine und soll für ein dauerhaftes Ergebnis öfter gemacht werden – so gesehen relativieren sich die Kosten für die Heimanwendung gleich deutlich. Wendet man das Gerät regelmäßig an und wartet es entsprechend, hat man ein großartiges Ergebnis – man braucht zwar viel Geduld, dafür hält das glatte Gefühl aber vier bis acht Wochen an.