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Rasierpinsel nötiges Tool oder überflüssiges Werkzeug

Ist in Zeiten von Rasierschaum aus der Dose ein Rasierpinsel überhaupt noch notwendig? Lesen Sie unsere Antwort...

Wie wichtig ist ein Rasierpinsel? - Alle kennen ihn, doch die meisten benutzen ihn nicht – den Rasierpinsel. Doch in Zeiten, in denen es weder Handrasierer, Elektrorasierer noch Rasierschaum aus der Dose gab, war der Rasierpinsel das zweitbedeutendste Handwerksutensil, das beim täglichen Rasieren unabkömmlich war. Im Laufe der Jahre verlor er allerdings an Bedeutung und dient heute öfter denn je lediglich als männliche Badezimmerdekoration. Denn dank der fortschrittlichen Generation werden alltägliche Dinge des Lebens so einfach wie irgend möglich. Auch das Rasieren.

Der Rasierpinsel ist ein Werkzeug für die Nassrasur. Wer sich für das Trockenrasieren entschieden hat, der braucht den Rasierpinsel ohnehin nicht mehr, doch kaum ein Nassrasierer nutzt diesen Pinsel überhaupt noch. Warum? Weil es „Arbeit“ macht. Bequemer ist es sicher allemal, den fertigen Rasierschaum aus der Dose zu nutzen, doch ein Erlebnis ist dies nicht gerade.

Der Rasierpinsel wird für das Schlagen des Rasierschaumes benutzt, aber auch zum anschließenden Auftragen des Schaumes auf die zu rasierenden Partien. Eigentlich ist dieser „Arbeitsschritt“ nicht wirklich ein Mehraufwand, denn wer seinen Schaum selbst schlägt, der wird die Minuten, die damit verbracht werden kaum spüren. Selbstgeschlagener Rasierschaum haftet besser und länger als das Pendant aus der Dose. Auch die Auftragetechnik bewirkt mehr, als das Schnelle einseifen mit der Hand. Das Ergebnis: eine perfekt vorbereitete Haut, perfekt eingeweichte Barthaare und ein perfektes Ergebnis.

Wie wird der Rasierpinsel richtig genutzt?

Die Wahl des Pinsels ist dabei die erste Tat, die sorgfältig geschehen sollte. Die Haare eines echten Rasierpinsels bestehen dabei aus Eber- oder Dachsborsten. Sicherlich finden sich auch zahlreiche Pinselvarianten mit künstlichen Borsten. Jedoch sind diese nicht empfehlenswert. Auch die Eberborsten sind Geschmackssache, denn sie sind etwas steifer und fühlen sich nicht so geschmeidig auf der Haut an. Zudem speichern sie das Wasser nicht so gut, wie Dachsborsten. Zu dem Rasierpinsel benötigt der Mann noch eine Rasierschale, in der die Seife mit dem Pinsel geschlagen wird. Die Seife kann individuelle gewählt werden. Sie besteht normal aus natürlichen Inhaltsstoffen und ist in jedem Drogeriemarkt erhältlich. Zwar ist die Rasierseife etwas teurer, doch dafür hält sie auch viel länger, denn für eine Rasur wird nur ein minimaler Klecks benötigt. Sie ist also sehr ergiebig und sollte demnach auch sparsam verwendet werden.

Bevor es los geht, bereitet der Mann das Gesicht und die Barthaare entsprechend vor. Durch heißes Wasser werden Haut und Poren gereinigt, entspannt und gut durchblutet, während die sich Barthaare in Wuchsrichtung optimal aufstellen. Nun wird ein kleiner Klecks Rasierseife in die Schale gegeben. Mit dem, in Wasser eingeweichtem Pinsel schlägt Mann nun die Seife, die sich rasch zu einer üppigen Schaummasse entwickelt. Dem Rasieren steht nun nichts mehr im Wege.

In der heutigen Zeit ist der Rasierpinsel eigentlich nicht mehr nötig, denn die Hersteller haben uns bestens versorgt. Alles geht schneller und wesentlich einfacher. Doch aus traditioneller Sicht gesehen, sollte der Rasierpinsel nicht in Vergessenheit geraten und in dem ein oder anderen Badezimmer weiterhin seine Anwendung finden. Denn ohne ihn könnte die Rasierseife auch nicht mehr sein – und: Niemand macht so guten Rasierschaum, wie der Rasierpinsel.

Rasierseife oder Rasierschaum

Was ist besser: Seife, Gel oder Schaum aus der Dose? Die Frage nach dem „Besser“ oder „Schlechter“ ist grundsätzlich eine Frage, die sich jeder selbst beantworten muss. Denn von Mensch zu Mensch und Mann zu Mann gibt es ganz unterschiedliche Ansichtspunkte, was die Definition betrifft. Denn während die ältere, sich rasierende Generation den Genuss von Rasierseife und Rasierpinsel kennt, sind es die jüngeren Männer, die so etwas vielleicht noch nie ausprobiert haben. Um hier eine Hilfestellung geben zu können, welche Form der Nassrasur mittels Schaum geeignet ist, sollten daher zunächst die Unterschiede zwischen den Mitteln bekannt sein.
Die Rasierseife ist die ursprünglichste Methode, die beim Rasieren angewandt wurde. Sie wird mittels eines Rasierpinsels und einem Rasiertopf zu einer weichen Schaummasse geschlagen, die anschließend auf das Gesicht aufgetragen wird, um den Rasiervorgang zu optimieren. Damals gab es ja noch keinen Schaum aus der Dose, wie es heute üblich ist.

Die Rasierseife war somit das Einzige, das Mann zum Rasieren nutzen konnte. Heute ist das längst anders, denn die Auswahl an Rasierprodukten ist riesig. Wer das Rasieren mit Rasierseife vererbt, erlernt oder bereits geraten bekommen hat, der wird vielleicht gerade diese Methode interessant und besser finden. Sie ist zeitlos, ohne Frage und irgendwo auch ein kleiner Höhepunkt des Tages. Damals wie heute.

Rasierschaum und Gel aus der Dose  

Normalerweise greifen die Männer aber zum Rasierschaum aus der Dose, wenn es darum geht, sich dem morgendlichen Rasierritual zu widmen. Es ist eine saubere Sache, ohne Frage. Denn schnell ist der Dosenschaum auf das Gesicht aufgetragen, bis auf den Rasierer müssen keine weiteren Utensilien zusätzlich gereinigt, geschweige denn zuerst einmal „hergestellt“ werden. Der Rasierschaum eignet sich dabei besonders gut für die Glattrasur. Er kann individuell portioniert werden, enthält Inhaltsstoffe, die die Haut schonen und pflegen und vielleicht auch einen angenehmen Duft hinterlassen. In der Regel sind diese Inhaltsstoffe aber künstlich, dies darf nicht vergessen werden. Rasierseife und Rasierschaum aus der Dose sind so gesehen als dasselbe, nur das die Seife selbst zu Schaum geschlagen wird.
Da sich selbst am Rasierschaum immer noch etwas verbessern lässt, ist mit der Zeit aus Schaum Gel geworden. Hierbei gibt es zwei Arten. Sie kommen ebenfalls aus einer Portionierdose, die unter Druck den Inhalt abgibt. Bei Variante eins ist es ein durchsichtiges Gel, welches während des Auftragens auf die Haut weiß wird. Es eignet sich gut, wenn der Rasierschaum gezielt aufgetragen werden will. Die andere Variante besteht aus durchsichtigem Gel, welches auch weiterhin durchsichtig bleibt. Hier können individuelle Bartformen und Stile rasiert werden, weil das Gel die Sicht auf den nicht zu rasierenden Teil eben auch nicht verdeckt.
Nachdem nun bekannt ist, was was ist und wann es sich am besten eignet, kann sich jeder eine ganz persönliche Meinung darüber bilden, ob nun Rasierseife, Rasierschaum oder doch ein Gel das bevorzugte Rasierutensil sind.