1. Home > 
  2. Lifestyle > 
  3. Die Besten TV-Serien

Die Besten TV-Serien

Ob Sie TV-Serien mögen oder nicht, diese haben teilweise hohe Einschaltquoten. Lesen Sie unserem Überblick.

Da das neue Jahr klassisch mit einem eher unproduktiven ersten Jänner beginnt, habe ich heuer etwas gemacht, was ich sonst kaum mache. Neben dem Neujahrskonzert, einem guten Brunch und einem ausgiebigen Spaziergang durch die verschneite Natur, habe ich begonnen, dem Rat meines Onkels zu folgen, und die erste Folge „Breaking Bad“ geschaut.

Da ich eigentlich kein Fernseh- und Serien Fan bin, hat es mich sehr verwundert, dass ich dennoch von Anfang an sehr gefesselt war. Und weil Serien eine ganz gute Beschäftigung sind, um verregnete, graue Feierabende zu verbringen, möchte ich nun die (angeblich) besten Serien aller Zeiten vorstellen.
Beginnen werde ich natürlich mit Breaking Bad, das in den meisten Filmseiten und Movieblogs unter den Top 3 rangiert. Hier geht es um Walter White (Bryan Cranston, den meisten wohl bekannt als Vater aus „Malcolm mittendrin“ / „Malcolm in the middle“), der ein eigentlich tristes Leben führt.  Als völlig überqualifizierter Chemie Lehrer, arbeitet er nach Schulschluss noch in einer Autowaschanlage, um sich und seiner Familie – bestehend aus Walters Frau Skyler und seinem Sohn Walter junior – das Leben zu finanzieren.

Skyler ist überdies mit einem Nachzügler Baby schwanger. Zusätzlich wird „Walt“ wegen seiner biederen Art auch von niemandem ernst genommen und hat Probleme, sich durchzusetzen. Nachdem Walter von seiner lebensbedrohlichen Krankheit - er hat Lungenkrebs - erfährt, begleitet er seinen Schwager Hank, welcher bei der DEA arbeitet, zu einem Einsatz, bei dem ein Methamphetamin-Labor ausgehoben wird. Dabei entdeckt er seinen ehemaligen Schüler Jesse Pinkman, als dieser gerade vom Tatort flieht. Beeindruckt vom vielen Geld, das in dem Labor gefunden wird, sucht Walter Jesse später auf und zwingt ihn mehr oder weniger dazu, sein Partner bei der Produktion von Methamphetamin („Meth“) zu werden. Walter möchte die Droge kochen und Jesse soll vor allem die erstklassige Ware verkaufen. Mit dem Erlös will Walter die von seiner Krankenkasse nicht finanzierte, enorm teure Krebsbehandlung bezahlen und Geld für seine Familie sparen, falls er trotz Behandlung nicht überleben sollte. Jesse ist völlig beeindruckt von der Qualität des Meths, und so beginnt für den bis dato unbescholtenen, schüchternen Walter die Reise ins Land der Drogenmafia.

Breaking Bad, Mir gefällts

Ich bin begeistert von der Serie, da sie alles hat, was Zuschauern gefällt. Actionreich, tiefgründig und dennoch sehr humorvoll, zeigt sie die Verwandlung eines frustrierten Chemielehrers zum rücksichtslosen Kriminellen. Teils dramatisch und deprimierend (besonders die Geschichte mit dem Lungenkrebs nimmt einen mit), schockierend (auch die ersten Morde lassen nicht lange auf sich warten) und fesselnd; teils einfach nur lustig und komödienähnlich (da wäre Jesse Pinkman, der eigentlich außer Kontakte nichts hat, was einen Drogendealer ausmacht), bietet „Breaking Bad“ etwas für jeden Geschmack.

Game of Thrones

In meinem Freundeskreis und den Movie Datenbanken sehr beliebt, ist auch „Game of Thrones“ (nach „Das Lied von Eis und Feuer“), die Verfilmung der Fantasy Saga von George R. R. Martin, „A Song of Ice and Fire“. Es rangiert fast überall auf Platz 1 der Hitlisten. Die Geschichte spielt in einer Welt, in der Jahreszeiten sich über mehrere Jahre hinziehen können und die Dauer von Sommer und Winter nicht vorhersehbar ist; zu Beginn der Handlung neigt sich gerade ein ungewöhnlich langer Sommer seinem Ende zu. Jedes Kapitel wird abwechselnd aus dem Erleben einer anderen Figur im Lied von Eis und Feuer beschrieben. Der erste Band begann mit neun zentralen Figuren, nach Abschluss des fünften Bandes gibt es derzeit 31 Personen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird (insgesamt spielen über 1000 Charaktere mit). Es geht um Königreiche, Thronkämpfe und den bevorstehenden langen Winter. Aufgrund der großen Anzahl an Figuren, Handlungsorten und Hauptdarstellern, erreicht „Game of Thrones“ sehr bald eine hohe Komplexität und wird immer spannender, da sich die eigene Meinung über die diversen Charaktere von Kapitel zu Kapitel ändern kann. Vor allem für Fantasy Fans, Freunde von Herr der Ringe und Co. Ein absolutes Muss!

Für Detektive

Sherlock. Ich muss gestehen, ich habe von dieser Serie noch nicht viel in meinem Bekanntenkreis gehört, allerdings haben mich die vielen großartigen Bewertungen online überzeugt, demnächst mal „rein zu schauen“. „Sherlock“ wurde von BBC nach Vorlage der Detektivgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle gedreht. Die Serie wurde allerdings modern interpretiert und spielt im heutigen London. Sherlock Holmes ist ein beratender Privatdetektiv mit außergewöhnlichen geistigen Fähigkeiten. Er gründet zusammen mit dem ehemaligen Militärarzt Doktor John Watson eine WG in der Londoner Baker. Bald darauf ermitteln sie zum ersten Mal gemeinsam in einem Fall und stehen den Ermittlern von New Scotland Yard, allen voran dem Detective Inspector Lestrade, mit Rat und Tat zur Seite. Da John einen Blog betreibt, indem er einige der bearbeiteten Fälle niederschreibt, wird Sherlocks Popularität immer größer und es werden laufend neue Privatpersonen auf ihn, bzw. die beiden, aufmerksam. Für Krimifans und Fans britischer Produktionen ist diese Serie (angeblich ;-) ) bestens geeignet. Neben einem Oscars, sowie Emmy und Bafta Awards, sprechen auch die vielen positiven Rezensionen von Zusehern dafür, „Sherlock“ eine Chance zu geben.

Die nächste Serie, die ich vorstellen möchte, ist „The Walking Dead“, zu deutsch die wandelnden Toten. Es handelt sich um eine US-amerikanische Fernsehserie, die auf der gleichnamigen Comicserie von Robert Kirkman und Tony Moore basiert. Sie wird momentan in der fünften Staffel ausgestrahlt und ist so erfolgreich, dass bereits vor der aktuellen, eine sechste Staffel angekündigt wurde. Die Serie spielt im Südosten der Vereinigten Staaten, und erzählt vom Kampf einer kleinen Gruppe Überlebender nach einer weltweiten Zombie Apokalypse. Die Gruppe ist auf der Suche nach einer dauerhaften, sicheren Bleibe – und diese Aufgabe wird permanent und ohne Vorwarnung durch die Untoten zum Lauf gegen die Zeit und zur tödlichen Reise. Durch die Überfälle der Zombies wird die Gruppe stetig kleiner, nicht nur durch die verheerenden Bisse der Untoten, sondern auch durch Abspaltungen oder Selbstmorde. Gleichzeitig stoßen aber hin und wieder neue Personen hinzu, wodurch „Verluste“ teilweise ausgeglichen werden können. Je aussichtsloser ihre Situation scheint, umso entschlossener wird die Gruppe, alles Mögliche für ihr Überleben zu tun.

Ihre Suche führt sie durch verwüstete Städte und Regionen, denn überall hat die Seuche bereits gewütet und nahezu alle Menschen in Zombies verwandelt. Besonders spannend wird es, wenn sie auf andere Überlebende treffen, da man nie sagen kann ob diese friedlich, neutral, teils aber auch feindlich gesinnt sind. Vielen mag die Handlung von „The Walking Dead“ jetzt sehr sinnbefreit vorkommen, jedoch stehen die Zombies und die Morde keineswegs im Vordergrund. Der Hauptfokus der Serie liegt auf den gruppeninternen Konflikten und Spannungen, sowie den Differenzen mit Außenstehenden. Es gibt massive Streitereien um die weitere Vorgehensweise, moralische Grundwerte werden diskutiert und prekäre Themen, wie Abtreibung, Selbstmord, Rassismus und die Präventivtötung von Infizierten besprochen und von allen Seiten beleuchtet. Man sieht im Laufe der Staffeln, wie sehr sich Menschen verändern, wenn sie Extremsituationen ausgesetzt sind; und wie sich die humanen Werte verschieben, sobald uns unser gewohntes Umfeld und alles, was wir für selbstverständlich halten, genommen wird.

Im Großen und Ganzen ist die Serie nichts für Leute mit schwachen Nerven, da die Zombies schon sehr lebensecht und brutal gemacht sind. Andererseits ist „The Walking Dead“ aber auch nicht für Zuseher geeignet, die eine Stunde Action ohne Hintergrund bevorzugen. Ich würde sie hauptsächlich jenen empfehlen, die gerne psychisch und moralisch anspruchsvolle Kost mögen, und gleichzeitig auch nichts an blutigen und aktionsgeladenen Szenen auszusetzen haben.

Dexter ist einen Blick wert

Wenn ich sowohl meinen Bekannten als auch den Zuschauerzahlen Glauben schenke, ist „Dexter“ ebenso einen Blick wert. Gespickt mit schwarzem Humor, hat mich die erste Folge sehr gefesselt. Es handelt von dem Forensiker Dexter, seines Zeichens Angestellter des Miami Police Departements. In seiner Freizeit ist er jedoch ein ganz anderer: von kind auf traumatisiert, geplagt von der unstillbaren Lust zu töten. Er ist ein Serienmörder, der leidenschaftlich gerne Selbstjustiz übt. Die Serie basiert auf den Büchern „Des Todes dunkler Bruder“ und sorgt für viele begeisterte Fans!

Abschließend noch ein Geheimtipp von mir

Sein Name ist „The Bridge“, und es handelt sich um das amerikanische Remake der skandinavischen Serie „Die Brücke“/ „Bron“. Eine Frau wird tot auf der Grenzbrücke zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko gefunden – eine Hälfte liegt auf der amerikanischen Seite, eine auf der mexikanischen. Die Polizei der beiden Staaten muss nun also zusammenarbeiten, um den Fall zu lösen. Dabei zeigt sich immer mehr, wie es um die sozialen Probleme in den beiden Ländern bzw. untereinander geht; es handelt sich nicht um einen einfachen Mord, sondern um ein politisches Signal und das erste von vielen Zeichen auf die Dinge, die in den Augen der Bevölkerung alle falsch laufen.