1. Home > 
  2. Mens-Corner > 
  3. Leinenhemd im Sommer

Leinenhemd im Sommer bei Herren immer beliebter

Leinen ist in der warmen Jahreszeit beliebt, weil es einen kühlenden Effekt mitbringt. Besonders bei Herren ist dieser modische Alleskönner derzeit angesagt.

In der warmen Jahreszeit gilt Leinen als besonders beliebtes Material. Kein Wunder, denn der Stoff bringt einen natürlich kühlenden Effekt mit sich. Vor allem in der kommenden Saison werden wir das Material wohl häufiger zu sehen bekommen. Viele Designer haben erkannt, dass es sinnvoll ist zum Ursprünglichen zurückzukehren. Auf diese Weise ist es möglich, sich von synthetischen und damit umweltschädlichen Kleidungsstücken abzuwenden und die Natur in den Kleiderschrank einziehen zu lassen. Was es mit dem beliebten Material auf sich hat, wie sich das Leinenhemd am besten kombinieren lässt und wie die richtige Pflege aussieht, verrät dieser Beitrag.

Was genau ist Leinen eigentlich?

Bei Leinen handelt es sich um eine Naturfaser aus der Flachspflanze. Die natürlichen Eigenschaften sorgen dafür, dass das Material an heißen Sommertagen besonders luftig daherkommt. Die kühlende und atmungsaktive Wirkung lässt sich darauf zurückführen, dass das Material die Luftfeuchtigkeit bündeln kann. Und zwar bis zu 35 Prozent. Zudem wird die gebündelte Luftfeuchtigkeit schnell wieder nach außen geleitet und abtransportiert. Doch das ist nicht alles, denn Leinen wirkt auch bakterienhemmend und erstickt unsere unangenehmen Körpergerüche während wir schwitzen, buchstäblich im Keim. Damit erweist sich das Leinenhemd als luftiger Allrounder, welcher vor allem in der warmen Jahreszeit eine gute Figur macht. Und auch wenn der Komfort dabei im Fokus steht, ist das Leinenhemd dennoch seriös genug, um im Büro getragen zu werden. Gleichzeitig punktet das Leinenhemd mit lässigen Eigenschaften, weshalb das Kleidungsstück auch gern in der Freizeit zum Einsatz kommt.

Was ist das Besondere an Leinenhemden?

Leinenhemden zählen zu den Favoriten, wenn es darum geht das angenehmste Material für Oberhemden auszuwählen. Der Stoff besitzt die Fähigkeit Temperaturen auszugleichen und punktet gleichzeitig mit einer erfrischend kühlen Wirkung. Zudem besticht die Naturfaser durch ihre atmungsaktiven und luftdurchlässigen Eigenschaften. Damit lässt sich starkes Schwitzen optimal regulieren. Außerdem sind Leinenhemden nicht anfällig für Schweißränder, welche vor allem im Sommer häufig auf Kleidungsstücken zu sehen sind. Die ausgezeichnete Strapazierfähigkeit sorgt zusätzlich für eine lange Lebensdauer. Das Material fußelt nicht, ist wenig schmutzanfällig und eignet sich bestens für Menschen, die ihre Textilien nicht so häufig in die Waschmaschine stecken wollen. Es bietet sich daher an, die Waschmaschinenladung einfach mal ausfallen zu lassen und das Hemd stattdessen auszulüften.

Tipp: Zigarettenrauch lässt sich am besten mit dem Fön entfernen. Dazu die Ärmel des Hemdes mit einem Gummi verschließen und den Haartrockner am unteren Ende, auf kühler Stufe in das Hemd halten.

Oberhemden aus Leinen weisen den charakteristischen Knittereffekt auf. Ist dieser nicht gewünscht, lässt sich das Material ganz einfach aufbügeln. Wer keine Lust hat zu bügeln, kann die Schleuderanzahl der Waschmaschine drosseln, um das Hemd noch sehr feucht aufzuhängen. Das Gewicht der nassen Kleidung sorgt dafür, dass sich die Falten einfach aushängen. Dazu sollte das Hemd jedoch auf einem Bügel aufgehängt werden.

Leinen: Die Vor- und Nachteile

Erstellt man eine Pro-und-Contra-Liste für Leinen, fällt diese offensichtlich sehr einseitig aus. Denn die Naturfaser punktet hauptsächlich durch ihre positiven Eigenschaften und bringt kaum Nachteile mit sich. Der Stoff wird bereits seit Jahrtausenden verarbeitet. Dabei wurden vor allem die schmutzabweisenden und hygienischen Eigenschaften geschätzt. Das Material ist sehr glatt und neigt dazu nur sehr wenig Luft einzuschließen. Dies führt dazu, dass die Beschaffenheit des Materials vor Schmutzablagerungen, Bakterien und Fusselbildung geschützt ist. Die wasserbindenden Eigenschaften dämmen die Entwicklung von Bakterien ein, womit der Stoff von Natur aus keimabtötend ist. Die geruchsneutralisierende Wirkung sorgt dafür, dass das Material auch gern in der Schuhproduktion eingesetzt wird. Zudem nimmt Leinen sehr viel Feuchtigkeit auf und ist in der Lage, diese auch schnell wieder mit der Umgebung auszutauschen. Daraus ergibt sich ein kühlender Effekt, welcher an heißen Tagen besonders gewünscht ist. Der Stoff ist atmungsaktiv, wärmeregulierend und bietet ein angenehmes Tragegefühl. Bei so vielen positiven Eigenschaften fällt es schwer, überhaupt noch Nachteile zu finden. Diese definieren sich, wenn überhaupt, über die Eigenschaft zu knittern. Da kein Elasthan eingearbeitet wurde, verhält sich die Naturfaser einfach mal ganz natürlich: Sie knittert. Und auch wenn es sich dabei um ein charakteristisches Merkmal handelt, ist die Faltenbildung nicht immer gewünscht.

Weißes Leinenhemd oder andere Farben?

Wirft man einen Blick auf die großen Handelsplattformen im Netz fällt auf: Leinenhemden werden in den unterschiedlichsten Ausführungen angeboten. Ob klassisch weiß, lässig beige, elegant schwarz, wild gemustert oder romantisch verspielt. Die naturbelassene Farbe, welche wir vor allem mit Abenteurern auf Safari assoziieren, gehört schon längst der Vergangenheit an. Inzwischen darf es auch gern mal ein sattes Grün, ein kräftiges Blau oder auch ein auffallendes Rot sein. Und dabei spielt es keine Rolle, ob sich der Look ins Büro oder in die Freizeit integrieren soll: Erlaubt ist, was gefällt. Auch Mustervarianten sind inzwischen sehr beliebt. Leinenhemden gelten als wahre Kombinationstalente, welche einfach zu allem passen. Seriös und edel, aber auch gleichzeitig cool und lässig wird es mit dem klassisch weißen Leinenhemd, welches zur schwarzen Stoffhose kombiniert wird und damit den ultimativen Business-Style darstellt.

So sieht die richtige Pflege von Leinenhemden aus

Bei der Naturfaser handelt es sich um ein langlebiges Material, welches fast uneingeschränkt in der Maschine gewaschen werden kann. Lediglich nach dem Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Material während der ersten Waschgänge keinen hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Auf diese Weise wird der Merzerisierungsprozess in Gang gesetzt. Später kann zwischen warmen und kühleren Temperaturen gewählt werden. Dabei sollte ein Feinwaschmittel angewendet und auf Weichspüler verzichtet werden. Sofern sich der Wasserstand an der Maschine auswählen lässt, sollte dabei die höchste Stufe eingestellt werden, weil das Material sehr saugfähige Eigenschaften mit sich bringt. Wichtig ist auch, dass eine Überladung der Trommel vermieden wird, da sich das Leinengewebe dabei verdrehen kann. Im schlimmsten Fall werden einzelne Fasern herausgezogen. Im Idealfall wird die Trommel ausschließlich mit anderen Kleidungsstücken aus Leinen beladen, welche dem zu waschenden Leinenhemd in Gewicht, Farbe und Pflegeanleitung ähnlich sind.

Wie trägt man(n) ein Leinenhemd?

Zwar ist der Hemden-Knigge allgemein sehr umfangreich gestaltet, jedoch treffen die Hinweise zur Etikette nicht unbedingt auf Oberhemden aus Leinen zu. Um genau zu sein gibt es keine "Vorschriften", wie das Leinenhemd getragen werden sollte. Ganz gleich ob in die Hose gesteckt oder lässig darüberhängend: Erlaubt ist, womit der Träger sich wohlfühlt. Auch die Eigenschaften in der Textur fallen nicht negativ auf. Ob gebügelt oder ganz natürlich mit den obligatorischen drei Falten, welche der Naturfaser erst ihren typischen Look verleihen: Das Bügeleisen ist keine Pflicht. Auch nicht im Büro. Leinenhemden gelten in puncto Kombination als wahre Multitalente: Sie passen sowohl zur klassischen Leinenhose als auch zu jeder Jeans, zur Shorts und sogar zur Businesshose. Lediglich bei bunt gemusterten Leinenhemden sollte darauf geachtet werden, dass alle anderen Kleidungsstücke einfarbig und musterfrei sind, damit das Outfit nicht überladen wirkt. Wer sich für die typische Knitteroptik entscheidet, kann sogar wählen, ob die Ärmel lässig nach oben gekrempelt oder lieber den Arm zur Gänze bedeckend, zugeknöpft werden. Wer sich im Sommer für die Kombination mit einer Jeans oder einer Shorts entscheidet, kann sich über gut klimatisierte Füße in Flip Flops freuen, welche hervorragend zur Naturfaser passen. Im Büro bietet es sich an, klassische Farben wie Schwarz, Weiß oder Beige zu wählen. Damit der Sommerlook nicht zu lässig wird, sollte das Outfit mit passenden Business-Schuhen abgerundet werden.

Tipp: Für die nötige Klimaregulierung im Business-Schuh sorgen Einlegesohlen, welche ebenfalls aus Leinen hergestellt wurden. Diese punkten nicht nur mit atmungsaktiven, sondern auch mit rutschfesten Eigenschaften.

Quellen:

www.linentales.com/de/blog/cat/Leinen-Kleidung/post/leinenhemd-pflege-tipp/
www.lundkvist.de/leinen/warum-ich-leinen-liebe-und-welche-vielen-vorteile-es-hat/
karrierebibel.de/hemden-knigge/
www.natur-linie.de/Einlegesohlen