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Männer und ihr Werkzeug

Man kann nie genug davon haben, aber auf was achten beim Kauf?

Männer lieben Werkzeug. Naja, nicht alle, aber die meisten schon. Da kann man so schön miteinander fachsimpeln. Ist der neue Akkuschrauber mit 18 Volt jetzt besser als der alte mit 12 Volt oder ob der Stabgriff einer Stichsäge immer dem Bügelgriff vorzuziehen ist. Hier kann man stundenlang bei anregenden Diskussionen entspannen. Es gibt nur eine Sache, die schöner ist: Der Einkaufsbummel durch den Baumarkt. Es muss ja nicht unbedingt etwas gekauft werden, alleine der Spaziergang durch die Regalreihen und das Vergleichen der technischen Daten der angebotenen Werkzeuge reicht für ein paar erholsame Stunden. Nebenbei bemerkt, Frauen treibt man damit in den Wahnsinn.

Werkzeug, was braucht man?

Gibt es die Grundausstattung an Werkzeug, die jeder braucht? Das lässt sich nicht verallgemeinern. Es hängt davon ab, wieviel handwerkliches Geschick vorhanden ist und was alles selbst gemacht wird. Das fängt bei den Männern schon in Jugendjahren an. Da wird beim Fahrrad geschraubt, später beim Moped und so gesellt sich zu Schraubenzieher und Hammer schnell noch der eine oder andere Gabelschlüssel (Maulschlüssel) und Inbus.

Den Hammer braucht man sowieso immer. Egal ob man ein Bild aufhängen möchte, oder das Ikea Regal beim zusammenbauen klemmt. Ich bevorzuge hier den Schlosserhammer. Ein halbes Kilo sollte der schon haben, der Kopf sollte geschmiedet sein und der rutschfeste Griff ordentlich mit dem Kopf verbunden. Auch der Schraubenzieher (Schraubendreher) wird in fast jedem Haushalt benötigt. Schlitz und Kreuzschlitz sind Pflicht. Torx ist Kür.

Sie merken es schon. Eine komplette Liste ist nicht möglich. So gibt es Werkzeuge für viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten:

  • Werkzeug zum Laminat verlegen
  • Werkzeug zum Tapezieren
  • Werkzeug für Fliesenleger
  • Werkzeug zum Verputzen
  • Werkzeug für Tischler
  • Werkzeug für den garten
  • Werkzeuge für den Kfz Mechaniker
  • Werkzeug für Elektriker
  • usw.

Werkzeug im Set oder einzeln

Ein großes Dilemma beim Kauf des Werkzeugs ist die Frage nach Set oder Einzelkauf. Sie stehen im Baumarkt und benötigen je einen Steinbohrer 6mm, 8mm und 10mm. Das sind sicher die gängigsten Größen. Im Regal daneben hängt das Set mit den Größen von 4-10mm zum gleichen Preis der drei einzelnen. Mit dabei die praktische Aufbewahrungsbox. Was tun?

Die kleineren Bohrer werden sie vermutlich nie brauchen, aber die Box ist sicher praktisch für die Aufbewahrung. Wenn die Qualität gleichwertig ist, würde ich das Set bevorzugen. Wichtig ist in diesem Satz das Wort Qualität. Beim Werkzeug geht Qualität immer über Quantität. Nur mit gutem Werkzeug macht die Arbeit Spaß. Hier sollten Sie nicht zu sparen beginnen, sie werden es später bereuen.

Das Problem der Werkzeugaufbewahrung

Hat man wenig Werkzeug, landet es meist in einer Schublade. Sobald es mehr wird, sucht man geeigneten Möglichkeiten der Aufbewahrung. Systembox, Werkzeugkiste, Werkzeugkoffer sind beliebte Aufbewahrungsmöglichkeiten. Die Krönung ist natürlich der eigene Werkzeugwagen, der aber für viele Männer ein Wunschtraum bleibt.

Wer den Platz dafür hat, kann sich auch für eine kleine Werkbank mit ein paar Schubladen entscheiden. Dann ist alles ordentlich am gleichen Platz verstaut. Hier bietet es sich auch an, Teile des Werkzeugs aufzuhängen. Hier leistet die Werkzeugwand gute Dienste.

Werkzeuggürtel

Nicht direkt zur Aufbewahrung, aber dennoch teilweise praktisch ist der Werkzeuggürtel. Vom magnetischen Gürtel, an dem Bits und Schrauben haften bleiben bis zum Spezialgürtel mit Hammerhalter und Rollmeterholster ist hier im Handel schon alles zu haben. Auch Werkzeugarmbänder gibt es in verschiedensten Ausführungen.

Sie sind sicherlich sehr praktisch beim Arbeiten, aber nicht unbedingt ein modisches Highlight. Das sollte jeder bedenken.

Werkzeug ausleihen

Ein kurzer Nebensatz zum Thema Werkzeug ausleihen. Mitunter kommt es vor, dass man das passende Werkzeug nicht hat und es sich auch nicht kaufen möchte, weil man es nur einmal braucht. Jetzt leiht man sich das Werkzeug aus. Falls sie das Werkzeug von einem Freund oder Bekannten ausleihen, bringen sie es bitte gereinigt und in ordentlichem Zustand gleich nach der Arbeit wieder zurück. Da sind schon Freundschaften daran zerbrochen, weil Werkzeug nicht oder kaputt zurückgegeben wurde. Auch wenn sie selber nicht so viel Bezug zum Werkzeug haben, ihr Freund hat vielleicht.

Die andere Möglichkeit ist, sich das Werkzeug aus einem Baumarkt auszuleihen. Gegen eine meist geringe Gebühr können sie sich fast jedes Teil gegen eine stündliche Leihgebühr borgen.

Multitools

Für unterwegs bzw. im Urlaub und beim Camping werden gerne sogenannte Multitools verwendet. Das sind mehrere Werkzeuge in einem zusammengefasst. Das spart Platz und man dennoch für den Fall der Fälle ein kleines Set mit dabei. Ich persönlich bevorzuge dafür den Leatherman Wave. Hier habe ich Zange, Säge, Feile, Bit, und vieles mehr dabei.

Achten sie beim Kauf des Multitools bitte unbedingt auf die Marke. Die Qualität der Multitools eines namhaften Herstellers sind über jeden Zweifel erhaben. No Name Produkte vom Diskounter oder vom Ein Euro Shop sind zumeist nicht mal das wenige Geld wert, das man dafür bezahlt.

Warum VDE Werkzeug

Teilweise wird Werkzeug auch als VDE Werkzeug angeboten. Dazu muss man wissen, dass dieses Werkzeug nach den VDE Bestimmungen geprüft wird und dann bis zu einer Spannung von 1000 V AC bzw. 1500 V DC zugelassen ist. Für Arbeiten an elektrischen Leitungen sollten sie daher unbedingt zu VDE Werkzeug greifen.

Werkzeug Chrom Vanadium

Sehr oft liest man beim Werkzeug, dass es aus Chrom Vanadium Stahl ist. Hier ist die Besonderheit, dass der Stahllegierung (Eisen und Kohlenstoff) noch die beiden Metalle Chrom und Vanadium beigemengt werden. Das ergibt eine sehr hohe Härte und Festigkeit.

Solches Werkzeug ist zwar meist etwas teurer, zeichnet sich aber durch seine hohe Haltbarkeit auch bei sehr schwierigen Einsätzen aus.

Warum heißt das Werkzeug Engländer

Eine Frage, die man sehr oft hört: Warum heißt das Engländer? Wir sprechen hier von einem Werkzeug, bei dem die Schlüsselweite mittels Spindel verstellt werden kann. Im Gegensatz zum Franzosen hat der Engländer die Backen nur auf einer Seite. Nicht zu verwechseln sind der Engländer bzw. der Franzose mit dem Rollgabelschlüssel.

Zur Herkunft des Namens vermutet man den Einsatzzweck für zöllige Schrauben, die eher in England gängig waren.