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Wintermütze für den Herrn als modisches Accessoire

Wärmend aber doch auch modisches Accessoire. Die Wintermütze für den Herren. Doch welche Mütze eignet sich für Sie?

Männer tragen sie, Frauen weniger. Je kälter es wird, desto mehr greifen Männer zur schützenden Kopfbedeckung. Wenn die Haarpracht schwindet, wärmt nichts mehr. Dazu spielen bei Männern die praktischen Aspekte insgesamt eine große Rolle. Die Wintermütze wird weniger als Attribut, sondern eher zu einem bestimmten Zweck getragen. Praktisch, zweckmäßig und wärmend soll sie sein.

Gleichwohl setzen Männer immer öfter auch modische Akzente. Die Wintermütze für Herren wird ein Accessoire? Warum eigentlich nicht …

Welche Mütze trägt man(n)?

Hollywood-Stars tragen Mütze: Jack Nicholson, Robert Redford, Brad Pitt, John Ham, Robert Pattinson, Sean Connery und viele andere mehr. Im Film und auch privat. In dieser Vorliebe unterscheidet sich der Normalbürger nicht von den Promis. Mützetragen ist gewissermaßen eine Selbstverständlichkeit. Natürlich ist das zunächst dem Umstand geschuldet, dass die Mütze für Herren in erster Linie alltagstauglich sein muss. Sie darf dabei gut aussehen, doch es gibt ein paar typische Situationen, bei denen die Mütze einfach überzeugen muss. Etwa auf dem Weg zur Arbeit, den man unter Umständen auf dem Fahrrad zurücklegt, oder überhaupt bei der Arbeit im Freien für die, die ihre Jobs bei jedem Wetter draußen erledigen. Zudem beim Hobby oder beim Sport – Männer tragen bei fast jeder Gelegenheit gerne eine Mütze. Man muss sich in der kalten Jahreszeit nur umschauen, die Notwendigkeit zu einem wärmenden Kleidungsstück auf dem Kopf ist nicht zu übersehen: Dockermütze (Fischermütze), Baker Boy Hat, Pudelmütze, Beanie, Schiebermütze, Baskenmütze, Ballonmütze, Basecap, Schiffermütze (Elbsegler), Schirmmütze, Zipfelmütze, Sturmhaube.

Praktisch, wärmend, gut

Während Frauen der Frage, wie sie mit Mütze aussehen, große Aufmerksamkeit widmen, wird die Mütze von Männern eher beiläufig übergezogen. Die Frage "Wie sehe ich aus?" ist beim Kauf der Mütze zu klären. Wenn sich dabei erweist, dass sie grundsätzlich ihren Zweck erfüllt und den Mann nicht entstellt, scheint die männliche Eitelkeit vorerst zufriedengestellt. Umgekehrt gibt es durchaus Männer, die ihre Mütze (oder einen Hut) gerade aus Eitelkeit zu tragen scheinen. Möglicherweise als Marke oder als Erkennungssymbol, vielleicht, weil sie sich ohne Haare nicht ertragen, einfach nur cool aussehen wollen oder aus anderen Gründen (Ashton Kutcher, Torsten Sträter, die Myboshi-Mützenmacher).

Mützengesicht?

Äußere Kriterien haben zweifellos ein gewisses Gewicht. Ob sich allerdings wirklich anhand der Kopfform die Frage beantworten lässt, ob man ein "Mützengesicht" hat oder nicht, scheint müßig zu ergründen. Denn man wird den Verdacht nicht los, dass diese Empfehlungen von Frauen verfasst wurden (analog zu: "Welcher Kleidungstyp bin ich?"). Männer dürfte dies weniger interessieren. Ratsamer scheint es für sie, sich tatsächlich die Mütze zu suchen, die am besten sitzt und die Anforderungen optimal erfüllt.

Wer trägt was? Mützenformen

Soll die Mütze lediglich die Blöße bedecken – die Glatze oder schütteres Haar – oder soll sie vor allem vor Feuchtigkeit und Kälte schützen? Muss sie gut auf dem Kopf sitzen und darf nicht rutschen, wenn man sich viel bewegt, klettert, herumläuft und sich bückt? Soll sie zugleich Lärm dämpfen und Wind abhalten? Es sind vorab einfach ein paar grundlegende Überlegungen anzustellen, um die richtige Wintermütze zu finden. Denn es geht tatsächlich viel Wärme über den Kopf verloren und damit stellt sich die Frage nach dem geeigneten Stoff.

Beanie und Fischermütze – aus Wolle oder zumindest Strick

Cashmere- oder Kaschmirwolle ist angenehm zu tragen, sie ist extrem weich, besonders leicht und wärmend. Kaschmir ist eine feine Wolle – für grobe Tätigkeiten ist sie allerdings nichts. Der nicht mehr ganz fashionable Beanie – sein Zenit ist mittlerweile etwas überschritten – ist beispielsweise aus Kaschmir genau richtig, denn ein Beanie benötigt vergleichsweise viel Material, kann dafür aber lange Haare, einen Zopf oder den Männerdutt aufnehmen. Am Hinterkopf liegt der Beanie nämlich ein wenig auf und viele Männer denken, dass sie damit besonders lässig aussehen. Auch Pudelmützen (die mit dem Bommel, die Helge Schneider manchmal trägt und – yes, indeed! – der englische Thronfolger William, Duke of Cambridge) sowie Fischermützen sind meist aus Wolle, weil Wolle eben einfach besonders gut wärmt. Die Fischermütze hat einen Umschlag und sitzt meistens so, dass die Ohren nicht bedeckt sind. Grob gestrickt oder gehäkelt, sehen sie mit plastischen Mustern wie Rippen oder schmalen Zöpfen sowie mit grafischen Mustern wie Fair Isle oder Norweger sehr gut aus und sind bei Männern dementsprechend beliebt. Unter Umständen wärmen sie allerdings nicht hundertprozentig, weil der Wind durch die Maschen pfeift. Da hilft eine eingenähte Mützenfütterung aus Fleece. Dass sie als modisches "Must-Have" propagiert wird, ist allerdings ein eindeutiger Hinweis auf ihre bedingte Funktionalität.

Retro relaunched: Schieber- oder Baskenmützen

Anfangs hatte sie einen etwas spießigen Ruf, die Schiebermütze, der Brad Pitt allerdings vor einiger Zeit zu neuer Aktualität verhalf: Sie besitzt einen flachen Ballon und einen Schirm. Zwar werden ihr als ehemalige Vorarbeiter-, Proletarier- und Arbeitermütze gewisse Schutzfunktionen nachgesagt, doch lässt sich auf den ersten Blick erkennen, dass dies nur für die Ausführungen mit Ohrenklappen und verlängerter Nackenpartie gelten kann. Alle anderen Exemplare entstammen der Anfangszeit des Automobils, wo sie anders als steife Hüte eine gewisse Aerodynamik besaßen und den Herren nicht sofort vom Kopf flogen. Ausgeführt ist sie in der Regel in Tweed, Cord oder Filz und auch für die Alltagskleidung der Angestellten mit Jackett und Mantel denkbar, für alle diejenigen, denen ein Hut zu steif und eine Mütze zu salopp ist.

Ohrenmützen, Fell inklusive

Arbeitsmützen müssen einen guten Sitz haben, damit sie nicht verrutschen oder vom Kopf fallen können, egal, welche Bewegungen man ausführt. Zudem sollten sie gut zu waschen und unempfindlich gegen Staub und Schmutz sein. Wie Mützen, die man auf dem Fahrrad trägt, reichen sie am besten bis über die Ohren. Flieger- oder Trappermützen haben meist eine Fütterung aus Fell oder Fleece sowie extra Ohrenklappen, mit denen man die Mütze unter dem Kinn zusammenbinden kann. Fliegermützen werden empfohlen für das Gebirge, Wanderungen und Motorradtouren, Kiteboarding und Winterbaden, also eher für sportliche Tätigkeiten bei straffen Temperaturen. Jedoch haben diese besonders warmen und schützenden Mützen einen problematischen Faktor: Sie lassen den Mann schnell als Weichei und uncool aussehen, weswegen sie vermutlich auch nicht so wahnsinnig verbreitet sind. Dasselbe in Wolle, meist Alpaka oder Schaf, und poppig bunt – das sind die sogenannten Chullos (auch Peru- oder Ethnomützen), die man allerdings weniger auf Männerköpfen sieht. Der ästhetische Fauxpas, wenn man(n) eine solche Mütze trägt, soll angeblich mit verstärktem Idealismus korrelieren; in Wirklichkeit dürfte es aber so sein, dass ein Chullo nur Männern wie Dustin Nguyen wirklich steht.

Pimp my hair

Haare machen manchmal, was sie wollen. Auch bei Männern gibt es zunehmend den Bad-Hair-Day-Trend. Sie sitzen nicht, sie sind fettig, strohig, glanzlos – was auch immer. Es ist einfach nur ein Tag, um die Haare zu verstecken. Der Sitz, egal ob classy oder casual, ist dann kein so entscheidender Faktor, Hauptsache, der Kopf verschwindet unter einer Mütze.

Trend: Indoor-Mütze

Kaum zu glauben, doch es ist daneben auch die Indoor-Mütze, die zunehmend zu einem Accessoire wird, das Männer modewirksam einsetzen. Oder einfach nur, um sich einen besonderen Touch zu verleihen. Oder um sich neu zu erfinden und so auszusehen, dass einen kaum einer erkennt. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Kick it like Beckham.

Außerhalb der Saison

Die meisten Mützen lassen sich auch im Herbst schon tragen und sind dann am besten aus Baumwolle oder dünnem Fleece. Kaschmir ist eine Wolle, die man selbst im Sommer tragen kann. Gut, wenn der Oktober noch golden und die Dreißig-Grad-Marke knapp erreicht wird, dann vielleicht nicht. Doch sobald es friert und der Atem beschlägt, wenn man spricht, darf man(n) eine Mütze tragen, ohne sich lächerlich zu machen. Frauen belustigen sich ohnehin über die männliche Vorliebe, das Haupt zu bedecken. Sie sind ja auch zäher.