Bequemer Winterpullover für Damen

by wbartl@proseco.at
Mädchen im Winterpullover

Wie muss der perfekte Pullover sein

Es gibt nicht viele Kleidungsstücke, die gleichzeitig schick aussehen und superbequem sind. Strickwaren schaffen genau diese Balance und gehören daher zu den vielseitigsten Teilen einer Garderobe. Eine Handvoll Winterpullover bietet Ihnen unendlich viele Styling-Möglichkeiten für praktisch jede Gelegenheit. Zudem halten Winterpullover schön warm, wenn die Temperaturen sinken. Doch was macht den perfekten Winterpullover aus? Worauf sollte man beim Kauf achten? Dieser Winterpullover-Guide liefert Ihnen wertvolle Hinweise, welche Punkte Sie bei der Wahl von Strickwaren genauer betrachten sollten und gibt Hinweise zur Pflege, damit der Winterpullover viele Jahre in Form bleibt.

Eine Frage des Ausschnitts: Rundhalsausschnitt, V-Ausschnitt, Rollkragen, Schalkragen und mehr

Wenn es um den Ausschnitt geht, gibt es beim Winterpullover wie bei jedem Oberteil viele Optionen. Der V-Ausschnitt scheint besonders beliebt zu sein, doch es gibt auch Pullover beispielsweise mit Rundhalsausschnitt, U-Boot-Ausschnitt, eckigem Ausschnitt, Rollkragen, Schalkragen oder mit Knöpfen beziehungsweise Reißverschluss am Kragen (Troyer genannt). Und das waren nicht alle Möglichkeiten!

Bei der Wahl lohnt es sich an zwei Fragen zu orientieren:

  • Welcher Pullover-Ausschnitt schmeichelt mir am meisten?
  • Womit möchte ich den Winterpullover kombinieren?

Wählen Sie einen Wollpullover mit der Art Ausschnitt, die Ihnen am besten steht. Jede Frau hat da andere Präferenzen. Und denken Sie daran, was sich noch in Ihrer Garderobe befindet und womit Sie den Winterpullover tragen möchten. Wenn Sie beispielsweise eine Bluse unter dem Pullover tragen möchten, ist ein größerer Ausschnitt (V-Ausschnitt oder größer) gut geeignet, da er Platz für den Blusenkragen lässt. Ein Rundhalsausschnitt, Schal- oder Rollkragen liegt hingegen eng am Hals an, sodass Sie sich nur Gedanken um die Bekleidung der unteren Körperhälfte Gedanken machen müssen. Zum Warmhalten im Winter sind etwa ein Rollkragenpullover, ein Troyer oder ein Winterpullover mit Schalkragen immer eine gute Option.

Welches Material ist für Winterpullover am besten?

Winterpullover können aus ganz unterschiedlichen Materialien hergestellt sein. Jedes Material hat bestimmte Eigenschaften, wenn es um Faktoren wie Weichheit, Wärme, Pflegeaufwand oder Langlebigkeit geht. Schauen Sie deshalb unbedingt auf das Etikett. Naturmaterialien wie Wolle, Kaschmir, Merino und Alpaka sind teuer, haben aber mehrere Vorteile: Sie sind atmungsaktiv und langlebig. Alpaka, Kaschmir und Merinowolle sind zudem weich und kratzen nicht. Sogar spezielle Sportkleidung und Unterwäsche wird aus diesen Wollarten hergestellt. Merino hat noch einen weiteren Vorteil; es kommt nicht zum gefürchteten Pilling.

Baumwolle und Leinen sind ebenfalls Naturmaterialien, die atmungsaktiv und hautfreundlich sind. Baumwolle ist zudem pflegeleicht und günstiger als die unterschiedlichen Wollarten. Aus diesem Grund wird vielen Winterpullovern Baumwolle beigemischt, dünnere Pullover können gar komplett aus gestrickter Baumwolle bestehen. Hochwertige und leichtere Pullover können Leinen enthalten.

Und dann gibt es noch unterschiedliche synthetische Garne mit Acryl, Nylon oder Polyester. Sie sind in der Herstellung günstig und bieten kaum Grenzen, wenn es um die Optik des Winterpullovers geht. Deshalb finden sich im Handel besonders viele Pullover aus künstlichen Fasern oder Fasermischungen. Ein weiterer Vorteil von Acryl- und Acrylmischungen ist, dass sie pflegeleicht sind. Zu den Nachteilen der synthetischen Fasern gehört, dass sie nicht atmungsaktiv sind. Sollte das Wetter unerwartet umschlagen oder es beispielsweise im Büro oder Restaurant wärmer sein, als gedacht, könnte es Ihnen schnell zu heiß werden. Gleichzeitig bieten synthetische Fasern nicht die gleiche isolierende Wirkung wie echte Wolle. Für wirklich kalte Temperaturen sind Naturfasern daher besser geeignet. Außerdem können synthetische Fasern kratzig sein und bei schlechter Qualität nach mehrmaligem Tragen und Waschen die Form verlieren. Das bedeutet: Winterpullover aus künstlichen Fasern sind tendenziell nicht so langlebig wie Wollpullover.

Wenn Sie die Gelegenheit haben, sollten Sie einen Winterpullover vor dem Kauf immer anfassen. Das bloße Anfassen gibt Ihnen einen guten Eindruck davon, wie weich oder kratzig das Material ist. Wenn sich das Material steif, rau oder gar plastikartig anfühlen, brauchen Sie den Pullover gar nicht erst anprobieren. Fühlt sich das Kleidungsstück angenehm weich und geschmeidig an, ist es eine Anprobe wert.

Versuchen Sie, möglichst bei natürlichen Materialien zu bleiben. Die sind zwar teurer, tragen sich aber angenehmer und halten länger als künstliche Garne und Mischgewebe. Ein Kaschmirpullover ist zeitlos und wird Ihnen viele Jahre gute Dienste leisten. Baumwollpullover sind ebenfalls eine gute Wahl, die sich nicht nur im Winter, sondern auch im Frühjahr und Herbst gut tragen lässt.

Was sollte man zur Passform beim Winterpullover beachten?

Winterpullover sollen vor allem warmhalten und sind traditionell etwa hüftlang und eher locker geschnitten. Aber inzwischen gibt es auch kurze Pullover, die um den Bauchnabel herum enden, tailliert geschnitten oder eng anliegend sind. Ein eng anliegender, taillierter Winterpullover, der bis zur Hüfte reicht, verleiht Ihnen einen smarten, gepflegten Look, wenn Sie ihn mit einem Rock oder einer schicken Hose kombinieren. Ein locker geschnittener Pullover kann je nach Styling von klassisch bis leger wirken und erlaubt Ihnen mehr Bewegungsfreiheit als ein eng anliegender Pullover. Wählen Sie eine Passform, die zu Ihrem Kleidungsstil passt und in der Sie sich wohlfühlen.

Winterpullover: gemustert oder einfarbig?

Auf die Frage, ob der Winterpullover einfarbig oder gemustert sein sollte, gibt es keine objektiv richtige Antwort. Ihr Geschmack entscheidet! Denken Sie aber bei der Wahl daran, was sonst noch in Ihrem Kleiderschrank hängt. Sowohl von der Farbe als auch vom Muster her sollte der neue Winterpullover zu Ihren gerne getragenen Kleidungsstücken passen. Bunte Winterpullover (ob einfarbig oder gemustert) setzen in der tristen Jahreszeit aber definitiv schöne Farbakzente und sorgen für gute Stimmung, wenn sonst alles dunkel und grau ist.

Ein Extratipp: Wenn Sie sich zu einem gemusterten Winterpullover nicht ganz durchringen können, sind auffällige Strickmuster eine gute Option. Suchen Sie nach einfarbigen Pullovern mit Zopfmuster oder Bommeln, die dem Kleidungsstück das gewisse Etwas verleihen.

Welche Farben sollte man beim Winterpullover bevorzugen?

Im Winter tragen alle kollektiv dunkle Farben. Daher sind Schwarz, Braun, Dunkelblau, Dunkelgrau oder Dunkelgrün eine gute Wahl, mit der Sie nicht falschliegen werden. Aber auch hellere Farbtöne wie Weiß, Beige, Creme oder Karamell (auch „Camel“ genannt) wirken zeitlos und sind vielfältig kombinierbar (mit Jeans, Röcken und Hosen in ganz unterschiedlichen Farben). Bunte Farben sind dann eine gute Option, wenn Sie sie gerne tragen und problemlos in Ihre Garderobe integrieren können. Dann stehen Ihnen farblich alle Optionen offen, denn inzwischen gibt es Winterpullover in allen Farben des Regenbogens.

Eine Sache ist noch bedenkenswert: Im Winter ist der Teint blasser als im Sommer. Einige Farben können das Gesicht zusätzlich blass und fahl aussehen lassen. Halten Sie den Winterpullover daher vor dem Kauf ans Gesicht und schauen, wie sich die Farbe auswirkt.

Ärmellänge

Klassischerweise haben Winterpullover lange Ärmel, damit die Arme und Hände nicht frieren. Bei dieser klassischen Ärmellänge sollte der Pullover am Handgelenk enden. Ein guter Test ist, die Handflächen auf einen Tisch aufzulegen. Die Ärmel sollten knapp über der Tischplatte schweben, diese aber nicht berühren. Sind die Ärmel länger, könnten Sie stören. Sind sie kürzer, könnte kalte Luft an Ihren Armen hochsteigen. Kürzere Ärmel bieten sich nur dann an, wenn Sie eine Bluse oder ein Hemd (beziehungsweise ein langärmeliges Kleid) unter dem Winterpullover tragen möchten, da dann Platz für die Manschetten bleibt. Kurzärmelige Pullover sowie Winterpullover mit 3/4-Arm lassen sich im Handel aber auch finden, falls Ihnen das mehr zusagt.

Winterpullover waschen und pflegen: Was gibt es bei der Pflege zu beachten?

Damit Ihr Winterpullover lange schön aussieht und angenehm zu tragen ist, gilt es die Waschanleitung auf dem Etikett zu befolgen. Die meisten modernen Waschmaschinen haben einen Wollwaschgang, der schonend für Wolle aller Art sowie für Pullover aus synthetischen Fasern ist. Verzichten Sie aber in jedem Fall auf den Trockner, da die hohen Temperaturen in der Trocknertrommel jedem Pullover schaden. Lassen Sie den Pullover am besten im Liegen trocknen. Legen Sie ihn dafür auf einem Handtuch aus und ziehen ihn in Form. Im Hängen könnte der Pullover sich verziehen. Daher gilt auch bei der Aufbewahrung im Kleiderschrank, dass Pullover immer zusammengefaltet im Liegen gelagert und nicht auf Kleiderbügeln aufgehangen werden sollten. Bei hochwertigen Winterpullovern aus Naturmaterialien ist für die Sommermonate ein Schutz vor Motten und Co. sinnvoll. Nutzen Sie natürliche Mottenschutzmittel wie Pheromonpäckchen oder Lavendelsäckchen und halten sich eher von herkömmlichen Mottenkugeln fern, die übel riechen, schädlich sind und gar nicht so gut funktionieren. Feine Wollpullover können auch für den Sommer in Beuteln oder Plastikbehältern aufbewahrt werden, damit die Motten sie nicht erreichen können.

Fazit

Winterpullover sind eine ideale Ergänzung für jede Garderobe. Sie halten warm, sind so bequem wie ein Pyjama und sehen dennoch schick aus. Naturfasern wie Alpaka, Merino, Kaschmir oder Wolle sowie Baumwolle und Leinen sind langlebiger und atmungsaktiver als synthetische Fasern. Für günstigere Pullover oder angesagte Trendteile können Sie auch zu Kunstfasern greifen. Sie sind allerdings weniger atmungsaktiv und halten nicht so lange wie Naturfasern. Was Ausschnitt, Farbe oder Passform betrifft, sind Ihnen praktisch keine Grenzen gesetzt. Die Auswahl an schönen Winterpullovern ist derzeit schier endlos.

Foto: Depositphotos.com – AllaSerebrina

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